Lehren und Lernen in einer neuen Lern- und Arbeitskultur

Ein zentrales Element des kompetenzorientierten Unterrichts ist die Ablösung von bisherigen detaillierten Stoffplänen zugunsten einer verstärkten Orientierung am Output oder Outcome, also an den Ergebnissen und Wirkungen schulischer Arbeit. Die Leitfrage ist nicht mehr “Was habe ich durchgenommen?”, sondern “Was können die Schüler/innen am Ende?”

Viele Lehrkräfte werden sich mancherorts fragen, was ist denn nun anders als bisheriger Unterricht, der sich an Lernzielen orientierte?
Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach: dyrda+partner zeigen Ihnen die notwendigen Schritte auf dem Weg!

1) Kompetenzerwerb aufbauen

Weinert definiert Kompetenzen als „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen [die willentliche Steuerung von Handlungen und Handlungsabsichten] und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“. (Franz E. Weinert (Hrsg), Leistungsmessungen in Schulen, Weinheim und Basel, 2001, S. 27f)

Kompetenzorientierter Unterricht verbindet also „Wissen mit Können und Wollen“ und lenkt den Blick zunächst auf das Ende des Lernprozesses.

Diese Forderung bedeutet auch, dass die Grenzen der Fächer durchlässig werden und vielfältige Ansatzpunkte für vernetztes Wissen bieten sollten.
Es bedeutet darüber hinaus, dass die überfachlichen Kompetenzen:

  • Lern- und Arbeitstechniken
  • soziale Kompetenzen
  • personale Kompetenzen
  • kommunikative Kompetenzen

wesentlich deutlicher und vor allem systematischer von allen Lehrkräften in den Blick genommen werden, als das bisher der Fall war.
Wenn Sie beim mittleren Bildungsabschluss von ca. 120 Kompetenzbereichen ausgehen, besteht ein Drittel davon aus überfachlichen Kompetenzen.

2) Selbstgesteuertes Lernen ermöglichen

Um neben der Kompetenzorienterung selbstgesteuertes Lernen zu ermöglichen, verlangt die Umstellung in der jeweiligen Schulform die Transparenz der Lerninhalte. Deshalb wird in einem ersten Schritt pro Fach ein Kompetenzraster erstellt. Dies ist eine tabellarische Darstellung, in welcher die Fachkompetenzen (Kernkompetenzen) und überfachlichen Kompetenzen aufgelistet sind. Das Kompetenzraster von d+p bietet darüber hinaus die Möglichkeit der differenzierten Planung.
Die geltenden Curricula sind hier ausschlaggebend.

Wenn der erste Schritt, die Auswahl der überfachlichen und fachlichen Kompetenzen erfolgt ist, formuliert das Team für alle ausgewählten Kompetenzen 4 Kompetenzstufen

dyrda+partner empfehlen 4 Stufen, weil sie

a) in der Planung eine abgestimmte didaktische Schrittigkeit ermöglichen
b) den heterogenen Leistungsstand berücksichtigen
c) individuelle Förderung ermöglichen
d) Reflexion zum integralen Bestandteil erheben

1. Kompetenzstufe Kennen – Reproduktion , Reorganisation des Wissens

2. Kompetenzstufe Können – Entfaltung von Handlungskompetenz

3. Kompetenzstufe Kommunizieren – Das Vorgehen lösungsorientiert erläutern, erklären, präsentieren

4. Kompetenzstufe Reflektieren – Den Fachgegenstand beurteilen und den eigenen Lernstand sowie den der Lerngruppe erkennen, reflektieren und bewerten

Lernen Sie das Modell des Kompetenzrasters kennen – das Planungsinstrument für eine heterogene Lerngruppe für fachliche und überfachliche Kompetenzen

Das Modell des Kompetenzrasters

Fach- und überfachliche Kompetenzen sind keinesfalls isoliert voneinander zu verstehen; sie bedingen einander und lassen sich zwar definitorisch trennen, sind jedoch in den jeweiligen Lernarrangements eng miteinander verknüpft.

Jedes Feld in den Kompetenzrastern wird mittels einer Kannliste präzisiert und ist für die Hand der Schüler/innen gedacht.
Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel zum vorher gezeigten Modell des Kompetenzrasters.
Kannlisten bieten zahlreiche Möglichkeiten des Einsatzes:
Diagnostik des Lernstandes, Partizipation der Schüler/-innen, Transparenz, selbstgesteuertes Lernen und Üben…

Das Modell Kann-Liste

3) Individuelle Förderung

Lernsituationen werden künftig so aufbereitet, dass Kompetenzen auf kumulativ aufeinander aufbauenden Stufen erreicht werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gelingt es über geeignete Lernarrangements den Lehrkräften, diese zielgruppenspezifisch so zu gestalten, dass sie ein Optimum für jeden einzelnen Schüler erlauben und individuelle Förderung ermöglichen und systematisch aufbauen.

4) Teamarbeit

Eine solche Lern- und Arbeitskultur geht nicht nur inhaltlich neue Wege, sondern organisiert auch die Arbeit der Lehrkräfte neu.
Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei, kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung braucht klare Absprachen und wird in gemeinsamer Verantwortung arbeitsteilig organisiert.
(vgl. auch Teamentwicklung)

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